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50 Jahre Otto-Hahn-Gymnasium Herne!!!

OHG Herne

Otto-Hahn-Gymnasium Herne

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5. Förderkonzept


Die Bausteine des Förderkonzepts des Otto-Hahn-Gymnasiums wurden anlässlich der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Sekundarstufe I von 2011 entwickelt und auf die Bedürfnisse unserer Schule ab-gestimmt (vgl. §3 „Unterricht, individuelle Förderung“ der APO SI). In diesem Sinne soll vor allem das Recht der Schüler auf individuelle Förderung sicher gestellt werden. Unser Konzept dient somit der gefor-derten Förderung von Schülerinnen und Schülern, deren Versetzung gefährdet ist, die die Schulform ge-wechselt haben oder sich durch besondere Begabungen auszeichnen (vgl. APO SI §3).
Um vor allem die Wiederholerquote in der Sekundarstufe I zu senken – wie es in der Sonderausgabe zum Schulgesetz 2006 gefordert wird –, bieten wir neben der individuellen Förderung im Unterricht vor allem sieben fest im Stundenplan verankerte Ergänzungsstunden in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch (vgl. APO SI §17, Absatz 4) in unterschiedlicher Verteilung in den Klassen 5 bis 9 an. Hinzu kommen Förderstunden (aus dem Kontingent der Ergänzungsstunden) in den Kernfächern sowie in Latein und Französisch für die Klassen 6-9 (abhängig von den personellen Möglichkeiten der Schule) und das Programm „Schüler helfen Schülern".
Ergänzungsstunden in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch
Ergänzungsstunden (APO SI §17) sind laut des Schulministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen wie folgt in die Unterrichtsplanung zu integrieren:
Die Stundentafel der Sekundarstufe I sieht 10 - 12 Ergänzungsstunden vor. Über die Verwendung dieser Stunden können die Schulen im Kontext der folgenden Rahmenvorgaben selbst entscheiden.
Ergänzungsstunden können folgendermaßen eingesetzt werden:

  • erweiterte Angebote zur Integration von Übungsphasen und Entlastung von Hausaufgaben durch Anbindung einer zusätzlichen Stunde an den Regelunterricht, insbesondere in den Kernfächern;
  • die Förderung individueller Begabungen, z.B. durch bilinguale Angebote oder naturwissenschaftliche Zusatzangebote;
  • zum Ausgleich von individuellen Lernschwierigkeiten im fachlichen Kernbereich.

Bei Leistungsgefährdung hat die Förderung zum Ausgleich der Lernschwierigkeiten hohe Priorität. Deshalb ist für leistungsgefährdete Schülerinnen und Schüler aus dem Gesamtdeputat der Ergänzungsstunden Förderung im Umfang von mindestens 5 Unterrichtsstunden im Bildungsgang der Sekundarstufe I vorzu-sehen. (http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulsystem/Schulformen/Gymnasium/faq_Gymnasium_SekI/#A_18)
Laut Schulgesetz des Landes NRW können diese Angebote klassen- und jahrgangsübergreifend einge-setzt werden. Ebenso kann die Schule ihre Schüler dazu verpflichten, im Rahmen der Ergänzungsstunden an bestimmten Förderangeboten teilzunehmen (vgl. Schulgesetz NRW §3, Absatz (3).
Festzuhalten ist außerdem, dass die Ergänzungsstunden der Vertiefung und damit besonders der individu-ellen Förderung dienen. Eine Weiterführung des Unterrichtstoffes ist nicht vorgesehen.
Das Otto-Hahn-Gymnasium hat in diesem Zusammenhang die Ergänzungsstunden wie folgt organisiert:

  • Alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse/Jahrgangsstufe nehmen an den Ergänzungsstunden teil.
  • Die Ergänzungsstunden werden in der Regel vom jeweiligen Fachlehrer/der jeweiligen Fachlehrerin gehalten
  • Falls die Stundenplanung es erlaubt, sind Ergänzungsstunden in der Regel Randstunden und laufen in allen Klassen einer Jahrgangsstufe parallel, sodass nach Entscheidung der Fachlehrer/Innen einer Stufe auch klassenübergreifende Lerngruppen möglich sind, in denen dann nach unterschiedlichen Schwerpunkten zwar individuell, aber in homogeneren Gruppen gefördert werden kann (z.B. in Eng-lisch: Rechtschreibung, Leseverstehen, richtiger Gebrauch von Zeiten, kreatives Schreiben)
  • Das gewählte Modell sowie die eingesetzten Methoden in einer Jahrgangsstufe sind sowohl dem Lernstoff als auch dem Leistungsstand der jeweiligen Klasse/Stufe angepasst und wechseln regel-mäßig. Dabei steht die individuelle Förderung der Schüler/Innen im Mittelpunkt. Handlungs- und pro-duktionsorientierte Methoden sollen, soweit sie dem Lernstoff und Leistungsniveau angemessen sind, vermehrt eingesetzt werden.

Das „Drehtürmodell“ für die 2. und 3. Fremdsprache

Mit der Jahrgangsstufe 6 wählen die Schülerinnen und Schüler als zweite Fremdsprache Latein oder Fran-zösisch. Der Unterricht wird vierstündig erteilt.
Mit dem „Drehtürmodell“ bietet das Otto-Hahn-Gymnasium besonders begabten Schülerinnen und Schü-lern die Möglichkeit, sowohl Französisch als auch Latein zu wählen. Sie erhalten dann jeweils 2 Wochen-stunden Unterricht in der zweiten und 2 in der dritten Fremdsprache. Es wird den Schülerinnen und Schü-lern zugetraut, dass sie auf Grund ihrer besonderen Begabung in der Lage sind, die 2 versäumten Unter-richtsstunden eigenverantwortlich nachzuarbeiten. Dabei werden sie durch gezielte individuelle Förderung seitens der Fachlehrerinnen bzw. Fachlehrer unterstützt.
Zusätzlich findet ein verbindliches wöchentliches Treffen mit unserer Fremdsprachen-Koordinatorin statt. Dieses Treffen dient dem regelmäßigen Austausch über Fortschritte und Probleme beim gleichzeitigen Er-lernen der 2. und 3. Fremdsprache. Dabei geht es beispielsweise darum, Schwierigkeiten zu erkennen, Hil-festellungen anzubieten oder unterschiedliche Lernmethoden vorzustellen.
Wünschen Eltern, dass ihr Kind am „Drehtürmodell“ teilnimmt, stellen sie am Ende des 5. Schuljahres ei-nen formlosen Antrag. Die Klassenkonferenz als Zeugniskonferenz entscheidet dann, ob auf der Grundla-ge der bisherigen schulischen Leistungen eine erfolgreiche Laufbahn prognostiziert und somit dem Antrag stattgegeben werden kann.
Bei unerwarteten Schwierigkeiten ist es selbstverständlich nachträglich möglich, das „Drehtürmodell“ zu verlassen.
Das „Drehtürmodell“ wurde 2006 eingeführt. Es wurde erfolgreich genutzt von durchschnittlich 3% eines Jahrganges.


Das Projekt „Lernpotentiale. Individuell fördern am Gymnasium“

Das Projekt „Lernpotentiale. Individuell fördern am Gymnasium“ umfasst den Zeitraum vom 01.08.2012 bis 31.12.2014 mit der Zielsetzung, eine neue gymnasiale Lernkultur im Rahmen ganztägiger Angebote zu etablieren. Es antwortet somit auf die Herausforderungen der sich wandelnden Bildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen, die durch gymnasiale Schulzeitverkürzung und zunehmende Heterogenität der gym-nasialen Schülerschaft geprägt ist.
Das OHG nimmt an diesem Projekt teil, um mit dem Schwerpunkt „Modelle und Methoden der Individuellen Förderung im Unterricht/in Lernzeiten“ bestehende Ansätze auf diesem Gebiet durch Fortbildungen erwei-tern und vertiefen zu können und Anregungen durch die Netzwerk-Arbeit zu erhalten. Die Schule erhofft sich eine professionelle Unterstützung bei der Erweiterung und Systematisierung der bereits eingeführten Förder-Bausteine, so dass ein umfassendes Konzept als Reaktion auf sich wandelnde Bedingungen der Bildungslandschaft entstehen kann, welches individuell an die Bedürfnisse des Otto-Hahn-Gymnasiums in Herne angepasst ist.

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