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50 Jahre Otto-Hahn-Gymnasium Herne!!!

OHG Herne

Otto-Hahn-Gymnasium Herne

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2. Unterrichtsentwicklungsmaßnahmen


Die Arbeitsgruppen „SEIS“ und „Rhythmisierung“ , die seit dem Schuljahr 2008/09 wichtige Entwicklungs-prozesse am OHG anstoßen konnten, leisteten wichtige Vorarbeiten für die Steuergruppe zur „Schulent-wicklung“, die ganz wesentlich eine weitere Ausschärfung des Schulprofils (vgl. V.) vorantreiben konnte, etwa in den mit der Doppelstündigkeit des Unterrichts einhergehenden Veränderungen in der Unterrichts-methodik, im Medieneinsatz, in der Hausaufgabenpraxis und der Leistungsbewertung.
In den Folgeschuljahren bis 2014 stehen folgende Themen auf der Agenda der Steuergruppe „Unterrichts-entwicklung“:

  • Individuelle Förderung

Das OHG nimmt am Projekt „Lernpotenziale“ teil, um mit dem Schwerpunkt „Modelle und Methoden der Individuellen Förderung im Unterricht / in Lernzeiten“ bestehende schulische Ansätze auf diesem Gebiet durch Fortbildungen erweitern und vertiefen zu können und Anregungen durch Netzwerk-Arbeit zu erhalten. Die Schule erhofft sich eine professionelle Unterstützung bei der Erweiterung und Syste-matisierung der bereits eingeführten Förder-Bausteine, so dass ein umfassendes Konzept als Reaktion auf sich wandelnde Bedingungen der Bildungslandschaft entstehen kann, welches individuell an die Bedürfnisse des Otto-Hahn-Gymnasiums in Herne angepasst ist.
Ganz konkret soll das Projekt „Lernpotenziale. Individuell fördern am Gymnasium“ Unterstützung in den folgenden Handlungsfeldern leisten:

  • Herstellung eines neuen Gleichgewichts zwischen Hausaufgaben und Schulaufgaben
  • Weiterentwicklung von Ganztag und pädagogischer Übermittagbetreuung
  • Flexible Nutzung von Ergänzungsstunden zur individuellen Förderung

Beginnend in der Erprobungsstufe sollen in Lehrerteams für die Kernfächer schulische Entwicklungs-prozesse zur individuellen Förderung im Klassenunterricht angestoßen oder bereits begonnene Entwicklungen bis zur ihrer Implementierung gefördert werden (etwa in den optional zu nutzenden Förderbändern).
Zudem wird es über das Projekt „Lernpotenziale“ hinaus sowohl in der Erprobungs- als auch in der Mittelstufe darum gehen, die inhaltliche Arbeit innerhalb bestehender Förderbänder wie auch in der Angleichungsförderung (im Rahmen der Ergänzungsstunden zur Defizitförderung) konzeptionell und organisatorisch zu optimieren, etwa durch folgende Maßnahmen:

  • Individuelle Lernstandsanalysen (Diagnosebögen), abgestimmte Förderpläne im Sinne einer optimalen Passung (Anpassung der Inhalte, Methoden und Sozialformen an die Lernsituation und Lernvoraussetzungen der Schüler)
  • Förderung aktiven, selbständigen Lernens
  • Vielfältige Motivierung der Schüler
  • Planungsbeteiligung, Schülerfeedback
  • Transparente Leistungserwartungen
  • Vorbereitete Umgebung (Ordnung, funktionale Einrichtung und funktionale Lernmaterialien)

Individuelle Förderung im weiteren Sinne soll verstanden werden als das Bemühen, die individuellen Entwicklungspotenziale der Schülerinnen und Schüler möglichst optimal zu fördern durch die eine begleitende Unterstützung der von den Schülerinnen und Schülern selbst zu leistenden Lernarbeit sowie als Motivation zum selbstverantwortlichen Lernen und zum Erreichen individuell optimaler Leistungen. Dabei soll der Blick geweitet werden von der traditionellen Defizitförderung hin zur Förderung besonde-rer Begabungen, sei es in der Persönlichkeitsentwicklung, sei es in der optimierten Gestaltung von Übergängen (von Grundschülern und Seiteneinsteigern). Über diese Stärkenförderung soll implizit bzw. zeitgleich potenziellen Schwächen entgegengewirkt werden.
Hierzu ist es erforderlich, konkrete Handlungsfelder offenzulegen, in denen explizit diese oben beschriebene Förderung erfolgen kann.

  • Persönlichkeitsstärkung – Kultur des Lobes

Kern aller menschlichen Motivation ist es, Anerkennung, Wertschätzung und Zuwendung zu finden und zu geben.

Joachim Bauer, Hirnforscher


Als Fortsetzung der Arbeit des Arbeitskreises „Kommunikation/Soziales Klima soll ein von allen an der Arbeitsgruppe betei-ligten Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen lange gehegter Wunsch realisiert werden, nämlich im Schulprogramm eine Kultur des Lobes und der Anerkennung zu verankern.
Im Kontext eines Konzeptes zur individuellen Förderung verdient Leistung Anerkennung. Alles, was Einzelne Besonderes können und leisten, soll gesehen und anerkannt werden. Die Qualität einer Modernen Schule zeigt sich darin, dass sie in allen Potentiale entdeckt und entwickelt und Gelegenheiten sucht oder schafft, jeweilige Qualitäten in sinnvolle Kontexte einzubringen.
Bislang fanden Anerkennung und Wertschätzung vorrangig Ausdruck z.B. im Erwerb von Sprachzertifikaten bis zur Mitarbeit bei den Schulsanitätern, von der Erstellung einer gelungenen Facharbeit bis zur Mitarbeit im Projekt „Schüler helfen Schülern“.
Das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler wurde in angemessener Form dokumentiert und gewürdigt, sei es durch das Lob der Lehrerinnen und Lehrer im aktuellen Unterricht, durch die Veröffentlichung auf der Homepage der Schule oder im Schaukasten der Schülervertretung oder durch öffentliche Belobigungen/Preisverleihungen am Ende der Schulhalbjahre anlässlich der Ausgabe der Zeugnisse.
Aktuelle Bausteine auf dem Weg zu einem Gesamtkonzept der „Kultur des Lobes“ sind:

  • Preisverleihungen anlässlich der Beteiligung an unterschiedlichen Wettbewerben durch den Schulleiter
  • Präsentation der Ergebnisse und Erfahrungen des Berufspraktikums (auch: Auslandspraktikum) der EF für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 in Form eines Workshops
  • Präsentation der Ergebnisse aus den Projektkursen der Jahrgangsstufe Q1 für Schülerinnen und Schüler der EF
  • Präsentation der Ergebnisse des fächerübergreifenden Projektes der Fächer Deutsch, Kunst und Musik der EF für die gesamte Schulöffentlichkeit

 

  • Kollegiumsfortbildung

Zentraler Teil von Unterrichtsentwicklung ist eine abgestimmte Planung der Personalentwicklung. Kolleginnen und Kollegen, die motiviert und motivierend sein sollen, die Unterrichtsprozesse anregen und gestalten sollen, die über ein umfassendes Repertoire an aktivierenden Lehr- und Lernstrategien verfügen sollen, um mit der ebenso notwendigen Empathie ein lernförderliches Unterrichtsklima schaffen zu können, bedürfen einer regelmäßigen gezielten Fortbildung. Fortbildungsangebote müssen dem-nach verstärkt integraler Bestandteil des schulischen Konzeptes der Unterrichtsentwicklung sein. An dieser Stelle gewinnt die Schulentwicklungsgruppe besondere Bedeutung, indem sie zum einen auf der Basis bereits erarbeiteter Konzepte zur Methodenschulung, zur Medienerziehung, zur individuellen Förderung sowie Leistungsbewertung und zum anderen auf der Grundlage von Evaluationsprozessen die Fachbereichskoordinatoren (als Mitglieder der Schulentwicklungsgruppe) einbindet, um durch die Kommunikation mit den Fachkonferenzen fachspezifische und fächerübergreifende Fortbildungsbedar-fe zu eruieren.
Nur die Fachkonferenzen können im Rekurs auf ein gemeinsames Verständnis von gutem Unterricht schulinterne wie auch schulexterne Fortbildungsmaßnahmen, u. a. unterstützt durch das Kompetenz-team Herne, auf den Weg bringen. Vor dem Hintergrund der Forderung nach einem kompetenzorien-tierten Unterricht, der die Eigenverantwortlichkeit von Schülerinnen und Schülern fördern soll, ergeben sich mögliche Fortbildungsbereiche:

  • Diagnostik
  • Kooperative Lernformen
  • Möglichkeiten individueller Förderung/Differenzierung
  • Standardisierung von Leistungsmessung und Leistungsbewertung
  • Schüler-Feedback-Verfahren
  • Auswertung von Unterricht, Konzepten und Organisationsformen

In dem Bestreben, die Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung voranzutreiben, müssen unsere neuen Zeit- und Organisationsraster, Teamstrukturen, Förder-, Methoden-, Leistungs-, Medien- und Hausauf-gabenkonzepte einer regelmäßigen Evaluation unterzogen werden. Hierzu könnten z. B. gemeinsam geplante Unterrichtsvorhaben, gemeinsam erstellte Arbeitsmaterialien sowie verstärkt durchgeführte Parallelarbeiten in Sek I bzw. parallele Klausuren in der Sek II herangezogen werden. Des Weiteren konnte die Anwendung verschiedener Formen des Schüler-Feedbacks, möglicherweise aber auch die Institutionalisierung kollegialer Hospitationen, mit dem Ziel, größtmögliche Transparenz für Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler herzustellen, berücksichtigt werden.

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